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Taekwondo

Tae: Springen, Stoßen, Schlagen - kennzeichnet die Beintechnik
Kwon: Faust - weist auf die Handtechnik hin
Do: Weg, Kunst - kennzeichnet den körperlichen und geistigen Reifeprozess

Geschichte vom Taekwondo...
Taekwondo hat sich im Laufe von vielen Jahrhunderten von einer alten koreanischen Kampfkunst zu einer modernen internationalen und olympischen Sportart entwickelt. Entstanden ist Taekwondo aus der Notwendigkeit einer waffenlosen Selbstverteidigung. In den ersten nachchristlichen Jahrhunderten war das heutige Korea in drei Königreiche aufgeteilt, die untereinander in ständiger militärischer Auseinandersetzung lebten. Im kleinsten und schwächeren dieser Königreiche (Silla) bildete man eine Elitetruppe aus, die sich nicht nur in den Waffenkünsten übte sondern auch in körperlichen und geistigen Disziplinen. Dabei wurden verschiedene Hand- und Fußtechniken beherrscht. Der Grundstein für die Entstehung des Taekwon-Do war gelegt. Im Laufe der Zeit wurde die Kampftechnik von den Kriegern so perfektioniert, dass sie zu einer unüberwindlichen Stärke wurden. Schließlich kam es zu einer friedlichen Vereinigung der drei Königreiche. Die beiden Techniken Soo Bak Gi und Taek Kyon wurden zur nationalen Kriegskunst erklärt und in jährlichen Wettkämpfen ausgetragen. Auf grund der großen Beliebtheit wurden die Techniken bis in die heutige Zeit ständig weiter entwickelt und perfektioniert.
Im Jahre 1955 wurden, aus mehreren Stilrichtungen heraus, die Regeln und der Name Taekwondo festgelegt. Zehn Jahre später hatte eine Delegation von Dan-Trägern aus Korea die Mission die Kampfkunst in der ganzen Welt zu verbreiten. So auch in Deutschland. Die ersten Weltmeisterschaften wurden 1973 ausgetragen. Im Jahr 2000 wurde Taekwondo bei der Olympiade in Sydney/Australien zum ersten Mal eine offizielle olympische Disziplin.

Was kennzeichnet Taekwondo...
Taekwondo ist eine Form der Selbstverteidigung, eine waffenlose Kampfkunst. Die Stoßtechniken werden nur mit den bloßen Händen und Füßen ausgeführt. Dabei gibt es kaum ein Teil des Körpers, der nicht eingesetzt werden kann. Auch einzelne Finger, Knöchel, Ellenbogen, Knie und Kopf werden je nach Situation gebraucht. Mit dem Erlernen von Taekwondo wird im Laufe der Zeit eine gute physische und psychische Fitness, größere Beweglichkeit sowie erhöhte Reaktionsschnelligkeit erreicht. Die Gesundheit wird positiv beeinflusst und kann bis ins hohe Alter praktiziert werden. Es ist ein guter Ausgleich gegen den Stress aus unserem Alltagsleben. Mit einem stetigem Training wächst das Selbstbewusstsein.
Taekwondo kann in jedem Alter erlernt und ausgeübt werden. Aber am besten fängt man jung an. Bei einem späteren Einstieg ist es eine gute Grundlage Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Koordination und Dehnungsfähigkeit zu trainieren und zu erhalten. Mit der Einheit aus körperlicher Kraft und diszipliniertem Denken ist es möglich, die notwendige Selbstsicherheit zu entwickeln und die erforderliche Gelassenheit zur Selbstverteidigung zu erlangen, was gerade für Frauen von Vorteil ist. Speziell für Kinder bringen die Anforderungen nicht nur Spaß und Freunde sondern auch Respekt vor dem Partner, Toleranz, Integrationsfähigkeit und Kooperationsbereitschaft für das soziale Miteinander.


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Kick Boxen

Die Kampfsportart Kick Boxen ist Anfang der 70-iger Jahre in den USA entstanden, als Gegenstück zu den traditionellen asiatischen Kampfsportarten. Kick Boxen ist eine Kombination aus Karate, Taekwondo, Boxen und Kung-Fu. Es ist eine moderne Sportart, die den Gegner mit Faust- und Fußtechniken schnell und wirkungsvoll schlagen kann. Der Wettkampf ist ein fairen Zweikampf, der nach strengen Regeln geführt wird. Um das Verletzungsrisiko auf ein Minimum zu senken, sind Boxhandschuhe, Zahn-, Kopf-, Tief- bzw. Brust-, Schienbein- und Fußschutz eine vorgeschriebene Schützausrüstung im Kampf. Im Wettkampf unterscheidet man zwischen Semi, Light und Full contakt.
Kick Boxen stärkt die Kondition, erhöht die Kraft, Beweglichkeit und Dehnung. Die Sportart erfordert taktische Intelligenz und einen starken Willen. Durch regelmäßige Teilnahme am Training erlangt man hohes technisches Können.


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Capoeira

Ursprünglich stammt Capoeira aus Angola und war ein ritueller Tanz der afrikanischen Bantu-Stämme. Vor ca. 300 Jahren, zur Zeit der portugiesischen Kolonisation, wurden unter anderem auch Angolaner nach Brasilien versklavt. Jedoch war es ihnen untersagt, ihre Traditionen fortzuführen. In Hoffnung sich selbst aus der misslichen Lage befreien zu können, entwickelten die Sklaven einige durchaus effektive Selbstverteidigungstechniken. Da diese Techniken nicht frei erlernt werden konnten, tarnten sie diesen Kampf in einem Tanz. Deswegen wird Capoeira auch als afro-brasilianischer Kampftanz bezeichnet. Jedoch blieb ihre begeisterte Ausübung bei den Kolonialherrschern nicht unbemerkt und wurde kurzerhand verboten. Der Respekt und die Angst vor den Kampfkünsten hielt bis ins letzte Jahrhundert an. Erst ab 1938 durfte Capoeira in Brasilien wieder offiziell betrieben werden. Heute ist Capoeira ein fester Bestandteil der brasilianischen Kultur, findet aber auch in Europa immer mehr Anhänger.

Was kennzeichnet Capoeira...
Capoeira kann unabhängig von Geschlecht, Alter und Herkunft ausgeübt werden. Es weckt Freude an der Bewegung, seinen Körper kennen zulernen und zu beherrschen. Die Bewegungen wurden zum großen Teil aus dem Tierreich entnommen. Mit einem offenen Geist kann eine hohe Kondition, Beweglichkeit und Schnelligkeit erreicht werden. Durch Bewegung, Gesang und Musik verschmelzen der Körper, der Geist und die Seele zu einer harmonischen Einheit. Das Faszinierenda an Capoeira ist die Mischung aus Kampf, Tanz, Sport, Musik und akrobatischen Elementen. Es ist kein Sport für Einzelkämpfer. Beim traditionellen Capoeira dreht sich alles um zwei Spieler, die miteinander kommunizieren. Sie bringen einander zu Fall oder machen Akrobatik.
Capoeira wird immer von Musik begleitet. Das wichtigste Instrument ist die Berimbau, ein Musikbogen mit einer Seite. Meist wird die Berimbau von einer Atabaque (Trommel) und einem Pandeiro (Tambourin) begleitet. Es kann auch dazu gesungen werden.


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